24.01.2007
Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung lässt viele Frage offen
zum Herunterladen: Sicherheitsforschungsprogramm_24.01.07.pdf (33,48 KB)
BERLIN. Zur Vorstellung des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung erklären die technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und Obfrau im Haushaltsausschuss, Ulrike FLACH und die innenpolitische Sprecherin Gisela PILTZ:Mehr als ein Jahr hat sich die Bundesregierung Zeit gelassen, bis sie ihr Sicherheitsforschungsprogramm vorgestellt hat. Es ist richtig, Sicherheitstechnologie als Querschnittsaufgabe zu begreifen und auch Geistes- und Sozialwissenschaften einzubeziehen. Was genau gefördert wird, wissen wir allerdings noch immer nicht. Dies soll erst im März bekannt gegeben werden. Zudem ist die Förderung mit 12 Millionen ¤ im Jahr 2007 alles andere als üppig. Unklar bleibt auch, wie die nationalen Anstrengungen mit dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU koordiniert werden, die für Sicherheitstechnologie jährlich 200 Millionen ¤ ausgibt und was aus der im Juli vergangenen Jahres angekündigten nationalen Kontaktstelle geworden ist.
Sicherheitstechnologie ist nur ein Aspekt einer umfassenden Sicherheitsstrategie. Es gilt, das Augenmerk vermehrt auf die Ursachen von Naturkatastrophen und menschenverursachten Gefahren zu richten. Inwieweit dies die Ausrichtung des Programms beinhaltet, wird erst nach Bekanntgabe der konkreten Förderprojekte sichtbar werden.
