Arzneimittel
Rede
Rede von Ulrike Flach im Plenum zum AMNOG am 09.07.2010 (mehr)
Pressemitteilung
-Vorwürfe zum Gesetzentwurf zur Arzneimittelreform sind haltlos (vom 10.09.2010)
-Arzneimittelkosten durch Vertrags- vereinbarungen senken (vom 09.03.2010)
Gesetz
Hier finden Sie den Gesetztext zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung. (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz – AMNOG)
Position
Reform des GKV-Arzneimittelmarktes
1. Handlungsbedarf
Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, den Arzneimittelmarkt unter patienten-, mit-telstandsfreundlichen und wettbewerblichen Kriterien effizient neu zu ordnen. Handlungsbedarf bestand, weil die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kranken-versicherung im Jahre 2009 um 5,3 % je Versicherten gestiegen sind. Dies entspricht einem Zuwachs von rd. 1,5 Mrd. Euro.
Auch in den Vorjahren waren die Ausgabenzu-wächse für Arzneimittel hoch. Der Arzneimittelumsatz zu Apothekenverkaufspreisen in der GKV erreichte im Jahre 2009 mehr als 32 Mrd. Euro. Der Kostenzuwachs wird durch Arzneimittel ohne Festbetrag verursacht (2009: plus 9 %), während die GKV-Umsätze mit Festbetragsarzneimitteln sinken (2009: minus 2 %). Wachstumsträger sind kostenintensive Spezialpräparate mit jährlich zweistelligen Zuwachsraten. Ihr Anteil am GKV-Arzneimittelumsatz erreicht bereits rd. 26 %, obwohl ihr Verordnungsanteil nur 2,5 % beträgt.
1. Den Patientinnen und Patienten sollen im Krankheitsfall die besten und wirksams-ten Arzneimittel zur Verfügung stehen.
2. Die Preise und Verordnungen von Arzneimitteln müssen wirtschaftlich und kosteneffizient sein.
3. Es werden verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen für Innovationen, die Versorgung der Versicherten und die Sicherung von Arbeitsplätzen.
